GimK
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Endlich Nichtraucher
....kann ich seit dem 12.02.2004 sagen, nachdem ich bereits ein Jahr zuvor jeden Monat einen Versuch startete, das Rauchen aufzugeben, und dann, nach all dieser Prozedur, wurde mir die Gnade zuteil; der Herr erlöste mich aus den Fängen dieser Sucht.
Wie schwierig es ist, sich aus so einer Bindung zu lösen, merkt das spätestens dann, wenn man davon lassen will....!
Wo der Mensch aus der Liebe zu Jesus Christus heraus, die Begierden des Fleisches (gefallene Materie) nicht mehr nachgibt, dort wird der Kampf Erfolgreich enden, denn da ist es nicht mehr der Mensch, der überwindet, sondern da ist es; Jesus Christus in ihm, der überwindet, und allein Seiner Gnade verdanken wir es, ob wir den Sieg über die Materie davontragen.
Der Unterschied liegt hier in der Motivation; wenn wir etwas wollen, wird es uns schwerlich gelingen, weil dieses wollen aus unserem Eigenguten stammt und darum scheitern muss, weil es nicht gut ist, sondern nur gut gemeint ist. Um es mal etwas leger zu formulieren. Unser Entschluss, von der Sünde zu lassen, muss aus tiefsten Herzen und von der Liebe zu Jesus Christus getragen sein, weil diese Liebe; Leben bedeutet, und nur diese Liebe alles überwindet und dieses eben nur duch die Gnade Jesus Christus geschehen kann, weil ER unser einzigster Erlöser ist und wir diese Gnade annehmen müssen, damit uns diese Gnade zuteil werden kann. Und es muss uns klar sein, dass dieses frei werden, niemals aus uns selbst heraus geschehen kann, weil alles scheitern wird und muss, was wir aus uns selbst heraus wollen.
Vor Jahren versuchte ich schon einmal mir das Rauchen abzugewöhnen, weil ich in meiner Verblendung glaubte, dann die geistige Wiedergeburt erreichen zu können. Mit dieser Einstellung bin ich bin natürlich gescheitert.
Warum bin ich gescheitert, weil ich berechnend war, Ich wollte etwas tun, um damit etwas anderes zu erreichen; ich tat es vorwiegend also aus Berechnung heraus und nicht aus Liebe zu Jesus. Da muss man als Blinder erst mal drauf kommen......... Und erst nach dieser Einsicht, konnte ich meine Motivation ändern, welches mich zwar nicht von einem inneren Kampf befreite, aber doch von Erfolg getragen war, weil die Liebe [Jesus Christus] alles ertragen und getragen hat und damit auch mich, [!] mit Erfolg; durch schwere Versuchungen hindurch getragen hat!
Beim ersten Mal gab es nichts, was mich durch alle Versuchungen hätte tragen können....Der Glaube vermag viel, die Liebe vermag alles!
Dieses könnte für den einen oder anderen intessant sein:
Am 01.01.2004 lief im N-TV Fernsehen ein Sendung "The Easy way nach Allen Carr"
Diese Sendung kann hier in 3 Teilen Mp3-Format angehört werden.

Endlich Nichtraucher Teil 1 - 16 kbit/s 3,4 MB - Endlich Nichtraucher Teil 2 - 16 kbit/s 6,26 MB - Endlich Nichtraucher Teil 3 - 16 kbit/s 282 kb
1. Time: 29:49 - 2. Time 54: 44 - 3. Time: 02:23
Man kann in den Vortrag reinhören, indem man auf das Bild anklickt, oder man kann auch die Dateien herunterladen, indem man mit der rechten Maustaste auf das Bild klickt, und mit der linken Maustaste; "Ziel speichern unter" wählt. Es öffnet sich ein Downloadfenster.
Der Herr leite und stärke Dich auf allen Deinen Wegen. In Jesus Namen. Amen.
GimK.
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10.03.2007 16:42 |
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GimK
Gast
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| Der Glaube vermag viel, die Liebe vermag alles! |
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Am 11. Mai 2005 wurde Udo Derbolowsky nach einem reichen und gesegneten Leben im Alter von 85 Jahren in die ewige Heimat gerufen. Udo Derbolowsky war der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber bereits seit früher Jugend durch sein Elternhaus verbunden. Er setzte sich in Wort und Schrift für die Verbreitung und das Verständnis dieses Offenbarungswerkes ein. Als Arzt kannte er die vielfachen Nöte der Menschen, die äußeren wie die inneren, und er versuchte unermüdlich in seiner liebevollen Art den Menschen zu helfen. Dafür heute noch einmal Dank, innigst Dank unserem unvergessenen Freund und Bruder!
Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland e.V., dessen langjähriger Leiter er war, würdigte Udo Derbolowsky mit einem Nachruf. Demnach hat der Arzt für Neurologie und Psychiatrie die Arbeit des Jugenddorfwerkes Deutschland seit seiner Gründung entscheidend mitgeprägt. „Er schuf eine Atmosphäre des Aufbruchs und großer Gemeinsamkeit, die heute noch wirkt." Udo Derbolowsky war Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse.
Im Gedenken an den Freund wiederholen wir in diesem und im nächsten Heft unserer Zeitschrift zwei seiner in Bietigheim gehaltenen Vorträge.
Friedrich Zluhan
Der Glaube vermag viel, die Liebe vermag alles
Dr. Udo Derbolowsky
Paulus schrieb einst in seinem ersten Brief an die Korinther als 13. Vers im 13. Kapitel: „Nun aber bleibt: Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen." Damit ist ausgesprochen, wovon hier die Rede sein soll. Hätten wir alle die gleiche Sprache, wäre es nicht schwierig, uns über diese Begriffe und das, was mit ihnen zusammenhängt, zu verständigen.
Weil wir aber der Sprachverwirrung unterliegen, sind auch wir jedesmal neu wieder zu dem Liebesdienst angehalten, einander das Gemeinte ausführlich zu erläutern. Ich rufe uns ins Gedächtnis, daß bereits im 11. Kapitel der Bibel, das ist ein Kapitel nach der Schilderung der Sündflut, über die Sprachverwirrung berichtet wird.
Im Zusammenhang mit dem Turmbau zu Babel verwirrte Gott der Herr - so heißt es dort - die bis dahin in aller Welt einheitliche Sprache. Die Folge ist, daß seither kein Mensch den anderen ohne weiteres verstehen kann. Wir sind vielmehr auf dieses Weitere angewiesen, nämlich daß wir in Liebe miteinander sprechen, unsere Gedanken austauschen, daß es Tagungen gibt wie diese hier usw. Die Schwierigkeiten fangen schon damit an, daß es meiner Auffassung nach überhaupt keine ungläubigen, keine hoffnungslosen und keine lieblosen Menschen gibt, obgleich diese Eigenschaften in aller Munde sind.
So werden beispielsweise gläubige Christen von den Moslems als Ungläubige bezeichnet und umgekehrt. Viele Menschen bezeichnen sogar sich selbst als ungläubig. Manche nennen sich Atheisten, also gottlos. Sieht man genauer hin, trifft man überall auf Glauben, und zwar ausdrücklich in religiösem Sinn. Schon im 1. Gebot wird auf die gefährliche Möglichkeit, vielerlei Götter zu haben, hingewiesen. Erwähnt seien Baal, Moloch, Mammon, das Goldene Kalb sowie Ruhm und Ehre, Schönheit und Sexus, Wissen und Können.
Wer davon ausgeht, daß das Universum, in dem wir leben, kein Chaos, sondern ein Kosmos ist, daß durchgehende Naturgesetze bestehen und wir darauf vertrauen können, daß ein Stein, der uns aus den Händen gleitet, nicht aufwärts, sondern abwärts fällt, der glaubt damit an einen Gott, auch wenn er das nicht wahrhaben will. Ein solcher Gott wird für gewöhnlich als unpersönlich und als namenlos vorgestellt. Oder man nennt ihn: das Gesetz.
Die Darwinisten und Neodarwinisten nennen ihn: Zufall. Der Zufall habe die Entwicklung des Universums, die Entstehung der Arten, eine aus der anderen, hervorgebracht. Das alles sind Götter, an die man glauben kann, an die zu glauben uns jedoch schon im ersten der Zehn Gebote abgeraten wird. Der gesetzgebende Gott offenbart sich als Person, als Bewußtsein, als Gesprächspartner, der den Menschen nach seinem Bilde geschaffen hat, den Menschen, der demzufolge gleichfalls Person sein darf und mit Bewußtsein ausgerüstet ist.
Ein ungläubiger Mensch wäre chaotischer als ein Chaot. Er hätte keinerlei Boden unter seinen Füßen. Es gäbe keinerlei Verbindlichkeiten, an die er sich halten könnte. Er wäre ohne Vergangenheit, wäre schwerelos allein im Weltraum, also lebensunfähig. Wieviel möchte so jemand geben für einen einzigen festen Punkt, der ihm Halt bietet? Und wäre es nur ein Punkt, so groß wie ein Senfkorn! Jesus sagt: „So ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, möget ihr Berge versetzen (Matth. 17,20)."
Was die hoffnungslosen Menschen anbetrifft, sehe ich ähnliche Zusammenhänge. Hoffnung ist dem Lockruf der Zukunft zu vergleichen. Hoffnung verschafft uns den Spielraum auf einen immer neuen Morgen. Der Glaube beruht auf den Erfahrungen der Vergangenheit, auf allem, was Gott mir, was Gott uns Großes getan hat. Er hat, so heißt es, unsere Väter aus Ägyptenland durch das Rote Meer und durch vierzig Jahre Wüstenweg geführt. Die Hoffnung, daß der persönliche Gott ein verlockendes Ziel mit uns und mit der Welt hat, eröffnet uns die Möglichkeit, zuversichtlich weiterzuleben. Ein hoffnungsloser Mensch ist lebensunfähig.
Da Liebe für mich der Inbegriff des Lebens ist, brauche ich nicht weiter auszuführen, daß Lieblosigkeit für mich ein anderes Wort ist für Leblosigkeit. Hier verhält es sich ganz ähnlich, wie ich es eingangs im Hinblick auf die sogenannten Ungläubigen beschrieben habe. Da habe ich zeigen wollen, daß in Wirklichkeit Andersgläubigkeit gemeint ist. Auch bei der sogenannten Hoffnungslosigkeit handelt es sich darum, daß selbstgesetzte Ziele sich nicht erfüllt, sondern als Täuschungen erwiesen haben. Der als Ent-Täuschung zu bezeichnende Heilungsprozeß hat mit Verlustschmerzen und mit Trauer eingesetzt. Auf Berauschtheit ist die Ernüchterungsmißstimmung gefolgt.
Auch der Lieblose liebt. Auch sein Herz hängt an etwas, dem er sich fest verbunden fühlt. Aber sein Lieben geschieht nicht im Einklang mit der Liebeswirklichkeit Gottes und der von ihm vorgegebenen Ordnung.
Damit habe ich etwas hervorgehoben, was meines Erachtens für unser gemeinsames Verständnis wichtig ist: Glaube, Hoffnung und Liebe können Trugbildern folgen, können die Wahrheit verfehlen. Es kommt darauf an, ob und inwieweit Glaube, Hoffnung und Liebe des einzelnen Menschen mit Gottes Schöpfungsplan übereinstimmen. Deshalb will ich versuchen, in kleinen Schritten zu skizzieren, was ich selbst glaube. Ich glaube an einen einzigen Gott, der uns Menschen nach seinem Bilde erschaffen hat. Ich glaube also, daß jeder Mensch als Körper, Geist und Seele ein Gleichnis dieses dreifaltigen Gottes ist und daß es außerhalb von ihm nichts gibt. Alles, was sich regt, lebt allein aus ihm, auch der Teufel!
Gott ist der Geber aller Gaben. Nur er allein hat Kraft und Macht. Wer über Kraft und Macht verfügen darf, dem wurde sie von ihm verliehen.
Gegenspieler des Glaubens ist der Zweifel, ob es vielleicht nicht doch zwei Götter gibt, einen guten und einen bösen, also Gott und den Teufel, eine Macht und eine Gegenmacht. Diese Unterstellung, es könnte womöglich doch eine Gegenmacht geben, ist die innere Abkehr von dem einen lebendigen Gott, ist die Urform der Sünde, die bereits vor dem Genuß der verbotenen Frucht im Paradiese sichtbar wird. Dort heißt es, daß Gott dem Menschen alle Tiere und Kräuter vorstellt und ihnen vom Menschen Namen geben läßt. Wie der Mensch sie benennt, so sollen sie heißen. Es ist ein wunderschönes Spiel. Gott verbirgt sich vor dem Menschen und läßt sich von ihm als Weizen, als Birke, als Schachtelhalm, als Regenwurm, als Pferd, kurzum als jedes Kraut und jedes Tier finden und erkennen. Er offenbart sich dem Menschen in allen Tieren und Kräutern.
Wäre das Spiel so weitergegangen, hätte der Mensch, als er die Schlange traf, gleichermaßen in ihr Gott den Herrn begrüßt. Er hätte wie bei jeder anderen Begegnung gejubelt: „Gefunden! Ich erkenne dich, mein Ein und Alles. Auch in Gestalt dieser Schlange sehe ich allein dich!" Stattdessen erscheint sie ihm fremdartig, als ob sie nicht zu dieser Welt gehörte. Und so fällt die Frage der Schlange: „Sollte Gott gesagt haben ... ?!" auf vorbereiteten Boden.
Die Schlange scheint nicht Teil der göttlichen Schöpfung und nicht Gabe Gottes zu sein. Es hat den Anschein, als käme sie von außerhalb, als sei sie eine Instanz außerhalb von Gott. Sie ist imstande, über Gott zu sprechen. Und damit ist sie zum Inbegriff des Zweifels geworden. So nimmt Eva die Frucht erstmals nicht aus Gottes Hand, sondern aus einer Hand, die sie irrtümlicherweise nicht als Gottes Hand erkennt. So ist es nur folgerichtig, daß Adam die Frucht gleichfalls irrtümlich aus Evas und nicht aus Gottes Hand entgegennimmt.
Damit war ein Schritt vollzogen. Die Vorstellung von der einen Welt, in der die Polarität „Gott und der Mensch" heißt, war ersetzt durch die Zweiheit der Zweifelswelt, in der sich der Mensch nicht mehr als Partner Gottes versteht, sondern sich zwei Mächten gegenübersieht, denen gegenüber er keinen Halt findet.
Dieser Riß im Weltverständnis des Menschen, im Verständnis seiner selbst und seines Schöpfers wurde erstmals von Abram überwunden. Im Zusammenhang mit diesem Mann taucht erstmals das Wort Glauben in der Bibel auf. Sein Glaube, heißt es dort, wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet. Auch wurde er in Abraham umbenannt, was soviel heißt wie „Vater des Glaubens". Was war geschehen? Gott hat ihm und seiner Frau Sarah einen Sohn zugesagt, in dessen Geschlechterfolge einst der Messias erscheinen wird. Dieser Sohn Isaak kommt tatsächlich zur Welt. Seine hochbetagten Eltern sind längst heraus aus der Fortpflanzungszeit ihres Lebens. Isaaks Geburt ist ein Wunder. Auf ihm und seinen Nachkommen ruht Gottes Zusage.
Wie Isaak zwölf Jahre alt ist, erscheint dem Abraham in einem nächtlichen Traum ein Engel und gibt ihm die Weisung, Isaak in einem Brandopfer zu opfern. Was liegt näher als zu vermuten, Sarah habe dem Bericht ihres Mannes nicht zugestimmt. Sie habe mit ihm um Isaaks Leben gerungen mit Argumenten, die vermutlich viele von uns in einer solchen Situation vorbringen würden: „Das kann gar kein Engel Gottes gewesen sein! Das war der Teufel, der sich auch als Engel verkleiden kann! Dem Teufel ist Isaak ein Dorn im Auge.
Gott widerspricht sich nicht. Wenn er Isaak Nachkommen, gesegnete Nachkommen versprochen hat, dann wird er ihn doch jetzt nicht schlachten lassen! Du solltest unterscheiden zwischen Gut und Böse, zwischen Engel und Teufel und nicht etwas gegen Gottes Willen tun!" Was aber sagte Abraham? Wir wissen die Worte nicht. Wir wissen nur, daß er nicht unterschied, nicht zweifelte, sondern daß er alles, was ihm gereicht wurde, aus Gottes Hand nahm. So ging er hin und bereitete die Opferung Isaaks vor. Und als derselbe Engel ihn anrief, hielt er inne, nahm den ihm angebotenen Widder an Sohnes Statt und kehrte mit Isaak nach Hause zurück. Vater des Glaubens! des Glaubens an einen einzigen Gott, eine einzige Macht.
Glaube ist die gemeinsame Basis unserer Wirklichkeit. Dem Glauben zur Seite stehen Gerechtigkeit, Sachlichkeit und Beständigkeit. Glaube ist nüchtern und vergangenheitsbezogen. Der Begriff Glauben hat im Alten Testament, wo er insgesamt nur achtzehnmal vorkommt, die Bedeutung einer Grundlegung. „Glauben hält ewiglich!" singt der Psalmist (146,6). „Der Glaube _ wird der Gurt seiner Hüften sein", sieht Jesaias (11,5) voraus. Und Habakuk (2,4) stellt fest, daß der Gerechte seines Glaubens leben wird.
Im Neuen Testament finden wir den Begriff Glauben 206mal. Und zwar ist er auf die Menschwerdung Gottes als Jesus von Nazareth bezogen. Hier komme ich mit einem zweiten Schritt wieder auf mein eigenes Glaubensbekenntnis zu sprechen. Ich glaube, daß der eine dreifaltige Gott selbst - so weit notwendig - Mensch geworden ist. Indem er sich im Mutterleib Mariens seinen Leib erbaut hat und in menschenüblicher Weise von ihr geboren wurde, hat er damit viele Eigenschaften bei sich verwirklicht, die zu unserem Menschsein gehören. Das sind Zeitlichkeit, Örtlichkeit, Gegenständlichkeit und insbesondere auch Sterblichkeit. Ähnlich wie jeder Mensch als unsterblicher Geist und unsterbliche Seele in einem sterblichen Leibe orts- und zeitgebunden auf der Erde lebt, so ähnlich hat auch der ewige Gott sich selbst zu unseresgleichen gemacht. Er, der Friedefürst, Kraftheld, Ewigvater, der dreifaltige Gott hat sich für uns als Gottsohn zu einem uns gemäßen Ansprechpartner gemacht, so daß wir seinen Namen jederzeit anrufen können.
Er heißt Jesus, von dem Luther singt: „Der Herr Zebaoth! und ist kein andrer Gott ... !" Es ist jener Jesus von Nazareth, der seinen Jüngern erklärt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen" (Joh. 14,6-11).
Als ihn daraufhin sein Jünger Philippus begriffsstutzig bittet: „Herr, zeige uns den Vater, so genügt uns!", antwortet Jesus ihm: „So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater. Wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist?"
Also glaube ich an Jesus, den Messias, den Christus, als an den menschgewordenen dreieinigen Gott, in dem Gott für mich als Menschensohn sichtbar und ein Meinesgleichen geworden ist.
Die Glaubensfrage: „Wer war eigentlich jener Jesus von Nazareth?" zieht sich nicht nur durch das ganze Neue Testament, sie hat den größten Teil der Menschheit beschäftigt. So verehren beispielsweise die Moslems Jesus als einen Propheten, dem die Rolle zufallen wird, das Jüngste Gericht zu verkünden. Viele halten Jesus für einen Erleuchteten, das heißt für einen Menschen, der es auf dem Weg zur geistigen Verwirklichung besonders weit gebracht hat. Wieder andere sehen in ihm einen überaus intelligenten, sozialgesinnten, vorbildlichen Menschen, der seiner Zeit weit voraus war.
Andere sehen in ihm einen so außerordentlich braven und gut erzogenen Menschen, daß Gott ihn zu seinem lieben Sohn machte und ihm den Platz zu seiner Rechten einräumte. So beispielsweise beschreibt es Charles Dickens in seinem Buch „Das Leben Jesu für Kinder erzählt".
Es ist tatsächlich ein gewaltiger Unterschied, ob man sagt: Gott schickt seinen Sohn in die Welt oder Gott sendet sich selbst als Gottsohn in die Welt. Wenn Gott seinen Sohn in die Welt schickt, ist der Absender der „eigentliche Gott", dem der Sohn Folge zu leisten hat. Schickt dagegen der dreieinige Gott als Gottvater sich selbst in die Welt, in der er als Gottsohn Mensch unter Menschen ist, dann ist nicht von mehreren Göttern die Rede, sondern von einem Gott, der selbst ebenso dreifaltig ist, wie er uns nach seinem Bilde geschaffen hat.
Vielen ist geläufig, daß Maria insbesondere in der katholischen Kirche nicht als Mutter des Gottsohnes, sondern zutreffend als Mutter Gottes verehrt wird und daß der Teil der Stube, in dem das Kruzifix steht, vielerorts der Herrgottswinkel und nicht der Sohngotteswinkel heißt. Hier geht es um ganz entscheidende Glaubensfragen. Glaubst du, daß Jesus Christus Gott der Herr ist, der Schöpfer Himmels und der Erden? Oder glaubst du, daß er ein Bote Gottes ist mit besonders guten Beziehungen zu dem eigentlichen, uns unbekannt gebliebenen Vatergott? Je nachdem, was du glaubst, wird deine Gerechtigkeit gemessen werden. Je nachdem, was du glaubst, wirst du Macht haben können, Berge zu versetzen oder auch nicht.
Vieles, was heute Anklang findet, nimmt Bezug auf Jesus, indem es ihn zugleich entgöttlicht, beispielsweise die NewAgeBewegung, die das Ziel menschlicher Entwicklung in der Aufhebung der Individualität sieht in Anlehnung an die buddhistischen Vorstellungen vom Nirwana. Diesen und ähnlichen Lehren ist gemeinsam, daß sie von der Fähigkeit des Menschen, sich selbst zu erlösen, ausgehen. Wenn man nur - wie Kant sagt - dem kategorischen Imperativ folgt, wenn man nur, wie Darwin und später Nietzsche sagten, auf die Höherentwicklung des Menschen hofft, dann wird der Übermensch erscheinen und alles wird gut sein.
Als Christ glaube ich dagegen mit Paulus, daß selbst dann, wenn der Geist willig ist, das Fleisch schwach bleibt, daß ich das Gute, was ich will, nicht tue, sondern das Böse, was ich nicht tun will. Ich glaube, und das ist ein dritter Schritt meines Glaubensbekenntnisses, daß ich auf Erlösung durch meinen Gott angewiesen bin. Ich kann von mir aus nichts tun. Die Brücke, die mich mit meinem Schöpfer verbindet, kann allein von Gott zu mir her errichtet werden und nicht umgekehrt. Allerdings ist das keine Aufforderung zum Nichtstun. Der Glaube muß seinen Ausdruck im Handeln finden, sonst wäre er tot (Jak. 2,17).
Nun erhebt sich die Frage, ob man denn die Geister unterscheiden könne?
Ja, das kann man. Wer daran glaubt, daß Jesus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott. Wer Jesus dagegen für einen Emporkömmling hält, der ist im Irrtum. Auch die Frage, ob es einen Gott oder mindestens zwei Götter, einen guten und einen bösen, gibt, ist für den Glauben des Menschen entscheidend, wie am Beispiel Abrahams erläutert wurde. Jakobs schreibt (2,19): „Du glaubst, daß ein einiger Gott ist? Du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und zittern."
Daraus ist zu entnehmen, daß der rechte Glaube kein Privileg der Engel ist, ja daß auch die Teufel den rechten Glauben haben können, ohne daß sie dieser rechte Glaube mit Macht ausstattet.
Gibt es eigentlich eine einfache Möglichkeit, Engel und Teufel zu unterscheiden? Mir hat sich zu diesem Zweck bewährt, darauf zu achten, was einer sagt. Wenn er sagt: „Ich will Gott helfen!", dann ist das für mich ein Hinweis, daß der Teufel so spricht. Er sagt damit nämlich, daß er die Schöpfung für hilfsbedürftig hält, daß Gott ihn braucht; daß alles zusammenstürzt, wenn nicht er einspringt und alles richtiger und besser macht. Er sagt damit, daß Gott ein Stümper ist, dem er beispringen muß, um Schlimmeres zu verhüten und um Besseres zu gestalten.
Was aber, so ist jetzt zu fragen, was aber sagt ein Engel? Der Engel sagt: „Es ist vollbracht!" Alles, was geschaffen ist, ist gut. Und auch das Erlösungswerk - so hat es Jesus am Kreuz ausgesprochen - ist vollbracht. Ja aber, wird man entgegnen, dann bist du zur Untätigkeit verdammt!? Wenn alles vollbracht ist, dann bleibt überhaupt nichts mehr zu tun!?
„O doch!" wird der Engel antworten. „Ich darf alles tun, was ich möchte. Ich darf jedes Instrument und jeden Part in Gottes großem Orchester spielen. Aber ich weiß, daß das Stück, in dem ich dann mitwirke, bereits fertig komponiert ist. Ich weiß, daß es auf mein Tun nicht ankommt, daß es nicht wichtig ist für das Schöpfungswerk, daß es nichts anderes ist als meine Freude und meine Lust und mein Lobgesang zur Ehre Gottes."
So verhält es sich auch mit diesem Vortrag. Wenn ich glaube, daß meine Ausführungen endlich einmal Grund hineinbringen in die Diskussion um Jesus von Nazareth, damit wir ein Stück weiterkommen und uns endlich ein Licht aufgeht, dann ist das ganze Gerede nur ein Teufelsspuk, und weil der Teufel von sich selbst her keinerlei Macht besitzt, wäre alles höchstens einer Seifenblase zu vergleichen.
Wenn meine Ausführungen dagegen nur eine alte Melodie aufgreifen und jedem innerlich gerade das bestätigen, was er längst weiß, so daß die Herzen sich wieder heimatlich angerührt fühlen, dann, ja dann ist es eben ein schlichter Lobgesang. Und der soll es sein.
Jemanden kennen gehört in die Kategorie des Glaubens. „Kenntet ihr mich", sagt Jesus zu Philippus, „dann würdet ihr glauben, daß der Vater und ich eins sind!" Das allein schon wäre die Basis ewigen Lebens. Die Liebe hingegen erschließt das Reich der Gefühle. Sie ist das Himmelreich und zugleich der Schlüssel zum Himmelreich. Sie ist Inbegriff aller schöpferischen Tätigkeit und der sich daraus ergebenden Glückseligkeit.
Vor zwei Jahren habe ich hier über meine Vorstellungen von der Liebesordnung gesprochen und dazu als Gleichnis den Römischen Brunnen erwähnt. Man sieht ihn vor sich, wenn man das Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer hört. Aufsteigt der Strahl und fällend gießt Er voll der Marmorschale Rund, Die, sich verschleiernd, überfließt In einer zweiten Schale Grund; Die zweite gibt, sie wird zu reich, Der dritten wallend ihre Flut, Und jede nimmt und gibt zugleich Und strömt und ruht.
Das Wasser in diesem Gleichnis ist das Bewegende und das Bewegte, ist Sinnbild der Liebe. Als ein Geschenk erfüllt Gott, der die Liebe ist, die oberste Brunnenschale mit sich selbst. Die oberste Brunnenschale ist die kleinste. Sie entspricht unserem Ich. „Ich habe dich je und je geliebt!" sagt Gott dem Menschen (Jeremias 31,3). Ist die Ich-Schale mit Liebe, das heißt mit Leben erfüllt, fließt sie über, wobei sie sich selbst verschleiert.
Die mittlere Brunnenschale heißt Du. Sie stellt unsere Nächsten dar. Ist auch diese Schale mit Liebetätigkeit gefüllt, fließt sie gleichfalls über und gibt wallend ihre Flut in das große untere Rund, in dem sich alles schließlich als die Liebe der Gotteskinder zu ihrem himmlischen Vater sammelt, um den Kreislauf von neuem zu beginnen.
Unser Glaube gleicht einem Bankkonto. Es ist die Voraussetzung dafür, daß ein Guthaben angesammelt werden kann. Ohne Glauben ist vor unserem inneren Auge nichts da, was geliebt werden könnte. Glauben wir aber, daß unser Vater im Himmel ist und daß sein Name, der geheiligt werden soll, Jesus Christus heißt, dann ist damit die Voraussetzung erfüllt, die notwendig ist, damit unsere Liebe zu ihm sich entflammen und wir dadurch über dieses unser Konto verfügen können. Dann erst kann der Weg beschritten werden, der zugleich die Wahrheit und das Leben ist.
Der Glaube, daß da ein Weg ist, ist zwar wichtig. Aber erst die Liebe läßt uns den Weg beschreiten. Glaube ohne Werke ist tot, sagt Jakobs. Gemeint sind allerdings nur jene Schritte auf dem heiligen Wege, zu denen die Liebe uns beflügelt. Das sind die Schritte der Engel. Sie erfolgen im Bewußtsein, daß alles vollbracht ist und daß allein die Liebe der ewige Beweggrund allen Geschehens ist.
Nicht gemeint mit den Werken des Glaubens sind solche, mit deren Hilfe man ängstlich versucht, die eigene Erlösung zu vollbringen oder zu erzwingen. Vergessen wir nicht, daß auch die Teufel an Gott glauben. Aber dieser Glaube erfüllt sie mit Angst, mit der Angst, unermüdlich schuften zu müssen, ohne das Ziel hausgemachter Rechtschaffenheit je erreichen zu können. Die griechische Sage von Sisyphos beschreibt dieses elende Höllenschicksal. Was ist solch ein Leben, selbst wenn es ewig währen darf? Immerhin ist es die Frucht des Glaubens, der in der Tat grundlegend viel vermag. Glaubst du, so wirst du deines Glaubens leben! Darum ist gewiß viel gewonnen, wenn ein Mensch zum Glauben kommt, und sei es in der letzten Minute seines Erdenlebens.
Aber, meine lieben Weggefährten, erst die Liebe treibt die Angst aus. Erst die Liebe macht das Leben - sicherlich auch das ewige Leben - lebenswert.
Die Welt des Glaubens hat die Schattenseite, daß in ihr überall Rangordnungen entstehen. Je besser jemand die Gesetze erfüllt, um so edler dünkt er sich. Es gibt einerseits die Pharisäer, die Gerechten, die Folgsamen und Pünktlichen, und es gibt andererseits die Zöllner und die Huren.
In der Haushaltung Gottes wird an vielen Stellen davon berichtet, wie der alte Adam sich entrüstet, wenn er von Übertretungen erfährt. Es wird gezeigt, wie er dazu neigt, Missetäter alsbald mit seinen schlimmsten Flüchen zu belegen. Es wird aber auch gezeigt, wie sehr er sich selbst übelnimmt, wenn er sich irgendwie geirrt hat, wie er dann gegen sich selbst wütet und sich in Verzweiflung und Schwermut stürzt. Diese Art, über etwas zu richten, anderes und andere, aber auch sich selbst zu verurteilen, stellt sich immer mehr als Kern aller Übel heraus. Heilung ist nur durch die vergebende Liebe möglich, in der sich jemand annimmt, so wie er ist: mit schmutzigen Händen, schmutziger Weste, schmutzigem Charakter oder aber auch herausgeputzt, geschminkt und Polka tanzend.
Jesus - und das ist die Liebe - nimmt die Sünder an. Ob es der Schächer am Kreuz, ob es in Robert Blum die Lerchenfelderin, ob es Zachäus, der kleinwüchsige Zöllner ist, die Sonne bescheint jeden ohne Ansehen der Person. Der Lohn ist für alle gleich, ob sie nun in der Frühe oder erst am Nachmittag mit der Arbeit begonnen haben.
Dem alten Adam wird immer wieder erklärt, daß Segnen besser ist als Fluchen. Und Segnen heißt soviel wie lieb gewinnen, Liebe einfließen lassen, denn Liebe ist die Macht, die einzig und allein Wandlungen und Heilungen herbeiführen kann.
Ein praktisches Beispiel: Ein Lehrer gibt seinen Schülern zu Beginn einer Schulstunde die Hefte zurück, in denen er eine Klassenarbeit korrigiert und zensiert hat. Er geht auf einen Schüler zu und wirft ihm das Heft auf den Tisch und sagt: „Sechzehn Fehler! Ungenügend! Ich habe dir schon immer gesagt, aus dir wird nichts! Du bist dumm und faul obendrein! Dein Vater hat dir das auch schon gesagt. Die nächste Arbeit wird es dir erneut beweisen!" Der Schüler schweigt verbissen. Er denkt: „Lernen ist idiotisch. Ich werde das nie können!"
Nun folgt das gleiche Beispiel mit einem anderen Lehrer. Er gibt einem Schüler das Heft zurück mit dem Bemerken: „Leider ist es diesmal nichts geworden! Sechzehn Fehler! Ungenügend! Na, das kann jedem mal passieren. Ich kenne dich doch! Du kannst das packen. Die nächste Arbeit wird besser gelingen. Das wirst du sehen!"
Was können wir aus diesen beiden Geschichten entnehmen? Beide Lehrer sind gerechte Leute. Beide sind kritisch und beide sehen die Fakten, wie sie sind. Beide stellen gleichermaßen kritisch fest: Sechzehn Fehler, ungenügend. Worin besteht der Unterschied? Der erste der beiden benutzt das schlechte Ergebnis, um den Schüler in die Enge zu treiben, ihn zu entmutigen und zu erniedrigen. Das Schlimmste bei der Sache ist, daß der Schüler diese Einstellung des Lehrers übernimmt und sich selbst innerlich wieder ein Stück weit aufgibt.
Der zweite der beiden benutzt das schlechte Ergebnis, um den Schüler aufzurichten, in ihm Mut und Hoffnung zu wecken und so seine Leistungsfähigkeit zu bessern.
Der erste Lehrer gehört der Glaubenswelt an, der zweite dagegen ist ein Liebender, der Hoffnung weckt. Viele von uns neigen dazu, dieses oder jenes zu verteufeln: Alkoholgenuß, Tanzen und Springen, sich Herausputzen und sehr vieles andere mehr. Aber das Verteufeln ist die alte Unsitte Adams. Auf das Segnen kommt es an.
Was hat doch Petrus durchgemacht, als er, der als frommer Jude lebenslang die mosaischen Speisevorschriften eingehalten hatte, nun bei Heiden ein- und ausging und von ihnen unreine Speisen vorgesetzt bekam. Erst mit besonderer geistiger Nachhilfe wurde er fähig, alles zu essen in der Gewißheit, daß dem Reinen alles rein ist.
Hat nicht Jesus sein Lehramt mit der Hochzeit von Kana begonnen und den fröhlichen Zechern weiteren edlen Wein gestiftet? Hat nicht König David öffentlich getanzt, gesungen, sich entblößt und viele Hüpfer getan zur Ehre Gottes? Und ist nicht seiner Frau, der Michal, ihre Kritik daran besonders schlecht bekommen, indem sie fortan steril blieb? (2. Sam. 6,14-23)
Wenn die Welt des Geistes Feind sein sollte, dann laßt uns das Wort nicht vergessen: Also hat Gott die Welt geliebt, daß er als Jesus Christus Mensch geworden ist und uns gelehrt hat, unsere Feinde zu lieben. - Erinnern wir uns auch daran, daß die seligen Geister in den Himmeln unbeschreiblich schön bekleidet werden. Es kommt eben darauf an.
Worauf kommt es an?
Auf die Liebe zu Jesus Christus. Die Liebe vermag alles.Sie allein kann uns vor Schaden bewahren und kann aus jeglichem Gift heilsame Arznei gewinnen.
Sich heranlieben dürfen an den Einen, der die Liebe selbst ist, der uns teuer erkauft hat mit seinem Blut, der uns mit seiner Gnade und seinem Segen einhüllt, der uns entgegenkommt, das ist unsäglich viel mehr, als allein an ihn zu glauben. Wie aber kann das geschehen? Wie ist der Imperativ: „Du sollst Liebe üben! " (Micha 6,8) in die Tat umzusetzen? Das Gleichnis vom römischen Brunnen lehrt uns, daß unsere Liebesübungen im Bereich der Ich-Schale zu beginnen haben. Mit anderen Worten: Wer noch lieblos, herzlos, ruppig, perfektionistisch mit sich selbst umgeht, der sperrt sich aus dem Himmelreich aus. Vor zwei Jahren habe ich hier den Vorschlag gemacht, gelegentlich darauf zu achten, wie du mit dir sprichst. Als Beispiel habe ich das Wählen einer Telefonnummer vorgeschlagen.
Wir probieren es am besten auch heute gleich noch einmal. Dazu stellen wir uns vor, wir haben vor uns die Wählscheibe eines Telefons, und jeder wählt jetzt mit dem Finger die eigene Telefonnummer mit Vorwahl - bitte -! Ich behaupte nun, daß sich jeder seine Nummer innerlich vorgesagt hat. Deshalb versuchen wir es bitte noch einmal, aber ohne uns die Nummer vorzusagen -bitte -! Sie haben es sich schon wieder diktiert. Es geht nämlich gar nicht anders.
Wir begleiten alle nicht automatisierten, bewußten Bewegungsabläufe mit innerem Sprechen. Jetzt wissen wir aber noch lange nicht, in welchem Ton wir das tun. Wir werfen beispielsweise die Autotür zu und der Schlüssel liegt im Auto. „Macht nichts, Schatz! Es wird unser Glück sein!" Das sagen wir dann sicher nur selten zu uns.
Oder früh morgens vor dem Spiegel. Da sagt jemand, der sein Spiegelbild erblickt: „Dich hat unser Heiland mir heute als Himmelsgabe anvertraut! Laß uns diesen Tag dankbar und fröhlich zubringen!"
Wer von den Anwesenden glaubt, daß Gott in seinem Herzen wohnt, der ist damit ebenso wie ich davon überzeugt, selbst ein Heiligtum zu sein. Ihm wird es nicht schwerfallen, sich mit Liebe zu begegnen und sich beim eigenen Namen zu rufen. Wir wollen das versuchen. Nicht extra laut, sondern mit normaler Stimme.
„Mein(e) liebe(r) ... du darfst ein Segen sein!" „Mein(e) liebe(r) ... so wie du bist, so darfst du sein!"
und schadhaften Kleidern annimmt, wer Barmherzigkeit mit sich übt, ich sagte: übt!, der wird unversehens zum Segen für seine Weggefährten. Der ist bereits dabei, die Du-Schale des römischen Brunnens zu füllen. Wen die Stimme der Liebe bei seinem Namen ruft, der ist vom Heiland gerufen, und der darf seinem Nächsten ein Segen sein. So ist es uns verheißen.
Nun möchte ich schließen, indem ich Paulus damit zitiere, was er in seinem ersten Brief an die Korinther im 13. Kapitel über die Liebe ausgesagt hat:
„Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir es nichts nütze.
Die Liebe ist langmütig und freundlich. Die Liebe eifert nicht. Die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber der Wahrheit; sie verträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden und die Sprachen aufhören werden und die Erkenntnis aufhören wird. ... Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. Strebet nach der Liebe!"
Geschrieben von GimK am 08. Oktober 2005 20:01:02:
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10.03.2007 16:51 |
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GimK
Gast
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Nichtraucher-Aktivist Allen Carr ist tot
29.November 2006
Sein Ratgeber "Endlich Nichtraucher!" wurde zum Bestseller und machte ihn berühmt. Jetzt ist der britische Autor in seinem Haus in Spanien gestorben. Er hatte Lungenkrebs.
London - Carr starb heute im Alter von 72 Jahren in seinem Haus in Spanien unweit von Malaga, teilte eine Sprecherin der Familie in London mit. Carr soll Millionen Rauchern bei der Nikotinentwöhnung geholfen haben. Sein erfolgreichstes Ratgeberbuch "Endlich Nichtraucher!" wurde weltweit millionenfach verkauft. Es gilt bis heute als eines der erfolgreichsten Bücher zur Suchtüberwindung. Carr hatte die ärztliche Diagnose "nicht operierbarer Lungenkrebs" im Sommer erhalten.
Freunde des Autors äußerten die Ansicht, seine Krebserkrankung sei begünstigt durch seine jahrelange Teilnahme an Entwöhnungskursen, in denen jeweils zu Beginn noch kräftig geraucht wurde. Carr sei dadurch ständig und stark dem Passivrauchen ausgesetzt gewesen. Als beim ihm Lungenkrebs festgestellt wurde, sagte Carr: "Wenn man davon ausgeht, dass ich mindestens zehn Millionen Raucher von ihrer Sucht geheilt habe, dann ist dies wohl ein Preis, den zu zahlen sich gelohnt hat." Der Autor hatte allerdings bis vor 23 Jahren selbst bis zu hundert Zigaretten am Tag geraucht. "Als ich meine letzte Zigarette rauchte, begann für mich die glücklichste Zeit meines Lebens", sagte Englands "Stop-Smoking-Guru" oft.
dab/dpa
Quelle: www.Spiegel.de
Geschrieben von GimK am 29. November 2006 20:52:50:
Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von GimK am 10.03.2007 17:00.
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10.03.2007 16:53 |
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GimK
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23.03.2007 17:52 |
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